Mittwoch, 11. April 2012

noch einmal Macau

Hallo!

Ich habe gestern mal meine Fotos gesichtet und daraufhin so zusammengestellt, dass sie meinen Eindruck von Macau besser widerspiegeln.

Auf der einen Seite haben wir das flashige, glitzernde, moderne Macau mit den ganzen Casinos, Hotels und teuren Läden gesehen:


Auf der anderen Seite findet man immernoch Spuren der portugiesischen Kolonialherren. Leider ist deren Erbe oft nicht so gut erhalten und hergerichtet, wie man es sich wünschen würde, da ließe sich noch weit mehr draus machen. Aber schön ist es trotzdem auf seine Art:


Wenn man aber von den Touristenrouten abweicht oder von einem Hügel den Blick schweifen lässt, kann man auch das Macau sehen, in dem die normalen Leute wohnen (ja, die gibt es auch noch). Deren Viertel sehen nicht anders aus als in chinesischen Städten:


Übrigens waren wir am letzten Tag in Macau noch in einem Zoo und haben dort echte Pandas besucht. Die waren schon niedlich, aber fast genauso sehenswert waren die chinesischen Besucher, die sind bei dem Anblick der Pandas total abgegangen ^^


Dann ging es mit langer Wartezeit wieder zurück über die Grenze nach China.

Dienstag, 3. April 2012

Macau 2. Tag

Heute morgen haben wir uns schön ausgeschlafen und uns dann auf den Weg zum Guia Hill gemacht. Dabei sind wir noch einmal am Senado Square vorbeigekommen, wo ich ein paar typische Szenen vom Straßenleben festgehalten habe:


Der Guia Hill ist gefühlt das geographische Zentrum von Macau, oben darauf befinden sich die Mauern der alten Festung und darin eine alte portugiesische Kirche (mit Resten von Fresken aus dem 17. Jh.) sowie der älteste Leuchtturm Ostasiens, der heute noch in Betrieb ist:




Von diesem Hügel hatten wir auch eine tolle Aussicht über die Stadt. Der ganze Hügel ist noch begrünt, beim Spaziergang durch den Park war der häufigste Satz: "Der Busch guckt mich an!"


Anschließen haben wir uns den A Ma Tempel angeschaut, dieser buddhistische/taoistische Tempel hat schon existiert, bevor die Stadt gegründet wurde. Matthi hat sich bloß für die Architektur und Kunst interessiert, aber Tina war total begeistert von einem Maler, der dort am Schaffen war.


Im Tempel habe ich auch dieses Steinrelief gesehen (eigentlich eine chinesische Angewohnheit):


Nachdem wir genug vom Weihrauchgeruch hatten ;) sind wir zur Penha-Kirche spaziert. Dort waren gerade 3 chinesische Paare gleichzeitig dabei, ihre Hochzeitsfotos schießen zu lassen - weil es eben modern ist ... An diesem Hügel wohnt den Häusern und Autos nach zu urteilen die High Society von Macau. Am Fuß des Hügels haben wir uns in ein Cafe gesetzt und bei banana split und milk shake den vorbeifahrenden Autos nachgeschaut - häufigstes Modell: Mercedes S Klasse, außerdem gab es Audi Q7, Rolls Royce, BMW 5 ... und einmal kam sogar ein gepanzerter Mercedes S600 mit doppeltem Geleitschutz vorbei ... (Matthi ist die Kinnlade runtergeklappt ;)

Dann sind wir zum Hotel zurückspaziert, nach einem Tag mit knapp 30°C und über 60% Luftfeuchtigkeit brauchten wir erst einmal eine Dusche, bevor wir uns jetzt Abendessen suchen gehen.

Montag, 2. April 2012

Macau 1. Tag

Heute morgen haben wir uns auf den Weg nach Macau gemacht. Dazu mussten ewig Schlange stehen, erst um China zu verlassen und dann um nach Macau einzureisen. Macau sieht außerhalb der Altstadt nicht wirklich anders aus als der Rest des Landes, bis auf die Tatsache, dass alles in Chinesisch und Portugiesisch und teilweise nur in Englisch beschriftet ist. Und es ist teurer und damit die Spanne zwischen normal und reich größer. Aber innerhalb der Altstadt sieht man deutlich den Eindruck der Portugiesen. Hier sind einige Stadtansichten vom 1. Tag:


Wir haben uns heute die Altstadt, die St. Pauls Kathedrale, von der nach einem Feuer leider nur die beeindruckende Fassade übrig ist und die alte Festung der Jesuiten angeschaut. Um die Festung herum am Hang gibt es einen schönen Park, da hab ich u.a. dieses Foto gemacht:


Während wir durch die Innenstadt gelaufen sind, ist mir aufgefallen, dass an vielen Hausecken so kleine Nischen waren, die so ähnlich wie ein Hausaltar wirken - ob die dafür sorgen sollen, dass das Haus stehenbleibt?


So sieht übrigens unser Hotel aus :)


Ostern in China - 1. Tag in Zhuhai

Hallihallo!

Am 1.4. sind Matthi und ich frühmorgens in Hongkong angekommen. Da wir die ganze Nacht nicht geschlafen hatten, haben wir uns einfach auf den Weg zum Fährhafen und von dort nach Zhuhai gemacht. Aber was wir unterwegs schon von der Stadt gesehen haben, hat Matthi gefallen und beeindruckt, vor allem die Berge.

In Zhuhai angekommen, hat er eine kleine Tour durch den Kindergarten bekommen ("Lauter kleine Kinder, die gucken mich alle an, ich fühl mich wie ein Zootier!"), bevor wir unsere Sachen ins Apartment gebracht haben. Nachmittags musste Tina noch einmal arbeiten, solange haben wir einen Spaziergang rund um den Block gemacht, damit Matthi mal ein typisches wohlhabendes chinesisches Stadtviertel sieht. Ich hatte natürlich meine Kamera dabei, um typische Szenerien festzuhalten:




Dabei hat Matthi hauptsächlich den Autos hinterhergeschaut und festgestellt, dass er doch nicht alle chinesischen Automarken kennt ...

Abends hat Tina uns in ein Restaurant in der Nähe ihrer alten Schule ausgeführt. Mal wieder original chinesisches Essen ... :)







Kolleg der Studienstiftung in Hannover

Hallo!

Letzte Woche war ich beim Lebenswissenschaftlichen Kolleg der Studienstiftung in Hannover. Bei diesem Kolleg gibt es verschiedene Gruppen, jede hat ein Thema und geht dazu Paper durch, hört Vorträge, erstellt Poster bzw. Referate ... Meine Gruppe befasst sich mit den Glykowissenschaften, in dieser Woche speziell mit dem Thema "Sialinsäuren". Wir haben verschiedene Paper besprochen, waren bei 2 Gastvorträgen von Prof. von Itzstein an der Medizinischen Hochschule Hannover und haben uns dort einen Nachmittag lang auch die Labore einer Gruppe angeschaut, die sich u.a. mit Polysialinsäuren beschäftigt. Am Freitag gab es zum Abschluss eine Postersession, bei der jede Gruppe ihre Erkenntnisse zu ihrem Thema vorgestellt hat, das war sehr interessant. Das Themenspektrum ging von Biophysik und Systembiologie bis hin zu Neurobiologie und Onkologie.

Bei dem Kolleg geht es natürlich nicht nur um Fachliches, man lernt auch viele sehr nette und interessante Leute kennen und führt spannende Unterhaltungen. Am letzten Abend haben wir uns auch einige Flaschen Wein besorgt und Werwolf gespielt, das war lustig :)

Fotos habe ich selber kaum gemacht, nur von dem Park hinter dem Stephansstift. Ich schau mal, was die anderen demnächst (hoffentlich) hochladen ...





Montag, 12. März 2012

update

Hmmm, ich hatte in letzter Zeit so viele andere Sachen, dass ich meinen Blog vernachlässigt habe ... Problem dabei: Jetzt muss ich tatsächlich schon im Terminkalender nachgucken, was da so alles war in der Zwischenzeit ;) Mal schaun ...

Ach ja, erst einmal ein paar Fotos vom Ausflug nach Kopenhagen mit Matthi:




Christiansborg

Strøget - das Einkaufsparadies

Nyhavn


Eigentlich hätte ich mit Matthi gerne eine Stadtrundfahrt per Boot gemacht, aber es war so kalt, dass der komplette Hafen und alle Kanäle zugefroren waren! Entsprechend haben wir auch einen Großteil der Zeit drinnen in Museen verbracht - zum Glück gibt es davon genug in Kopenhagen!

An dem Samstag, an dem Matthi abgereist ist, war abends die ESN Welcome Party im Retro. Die Gelegenheit habe ich genutzt, um das schwarze Glitzerkleid aus Zhuhai zum ersten Mal auszuführen. Es ist gut angekommen ;)


Am darauffolgenden Freitag war dann das Semesterstartfest für alle, nicht nur die Austauschstudenten. Das war auch lustig. Für viele Spanier z.B. war es ein ganz neues Erlebnis, in der Uni Party zu machen, in Spanien ist das nicht erlaubt.


Am 21.2. hat ESN einen Filmabend veranstaltet, mit 2 Filmen: To Verden, eine wahre Geschichte über die Zeugen Jehovas in Dänemark und Blinkende lygter, eine "Komödie". In Anführungsstrichen, weil der dänische Humor doch ziemlich verschieden vom deutschen ist, ich würde sagen fast noch schwärzer als britischer Humor.


Das nächste Außergewöhnliche war am 29.2. der Besuch von Ulrike. Sie hat letztes Semester hier in Odense studiert und da sie noch Semesterferien hatte, hat sie Odense einen Besuch abgestattet (und bei mir übernachtet). Wir hatten viel Spaß, u.a. mit den anderen Leuten von KFS ... Am Freitag haben wir das Finale unserer DnD-Kampagne gespielt. Samstag hatte Edwin auch noch Geburtstag gefeiert ... es war also überhaupt nicht langweilig.

Am Donnerstag in der Woche fand auch eine besondere Vorlesung statt, zum Thema "Contemporary Jihadism". Die Vortragende hat vor 1,5 Jahren ihren Ph.D. gemacht und hat in ihrer Thesis dieses Thema angefangen. Und zwar hat sie die Gerichtsverhandlungen einiger Terroristen in Dänemark besucht und ist dabei mit den Leuten im Umfeld der Angeklagten in Kontakt gekommen. Diese Kontakte hat sie genutzt, um in Gesprächen herauszufinden, was diese Leute dazu bewegt, in solche fundamentalistischen islamischen Gruppen zu kommen und in dieser besonderen Weise zu leben. Dabei hat sich herausgestellt, das die Beweggründe dafür garnicht besonders sind, im Gegenteil, sie decken sich mit den Motivationen anderer Leute, die anderen Gruppierungen beitreten, wie z.B. den Linksextremen in den 1970er Jahren: ein soziales Netzwerk, Anerkennung, klare Regeln, ein Ziel/Sinn im Leben, Abenteuer ... war schon ein interessanter Vortrag.

Somit wären wir auch schon bei März angefangen. In diesem Monat habe ich bisher 2 Mal mit Wing und Stefan zusammen gekocht. Am 4.3. habe ich den beiden Käsespätzle nähergebracht und Wing hat eine süße Suppe aus Ingwer und Zucker mit gefüllten klebrigen Reismehlbällchen gemacht, war lecker. Und am 9.3. hat Stefan an uns salzige Doughnuts gefüllt mit Mozarella und Apfelkuchen ausprobiert, das war auch gut :) (Ich muss eindeutig wieder mehr Sport machen ;) 





Letzten Mittwoch war ich in Kopenhagen das Visum für China beantragen. Wo ich gerade einmal dort war, habe ich mir die Davids Samling angeschaut, ein Museum mit einer Sammlung islamischer Kunst - von so etwas bin ich ja immer hin und weg, besonders von der Kalligraphie und Buchmalerei. Da waren auch so einige Einrichtungsgegenstände, die ich am liebsten mitgenommen hätte ;) Morgen fahre ich wieder nach Kopenhagen, das Visum abholen, nur diesmal habe ich nicht genug Zeit für Sightseeing :/


Aber das soll jetzt nicht alles so klingen, als würde ich mir hier nen Lenz machen. Mein Laborprojekt frisst ziemlich viel Zeit, leider mit nicht besonders vielen Ergebnissen bisher. Entweder der Prof vergisst mir eine wichtige Information zu geben, oder mein Vorgänger hat so gut wie alle DNA aufgebraucht und ich muss erst einmal neue machen, oder die Vorlesungen liegen so blöd, dass die Zeit dazwischen für nichts gescheites ausreicht ... 
Außerdem muss ich jede Woche für meine Middle East Vorlesung 2 bis 3 Artikel lesen. Manchmal sind sie durchaus interessant, manchmal sehr kopfschmerzerzeugendes, hochtrabendes Geschwafel ... Da ist die Lektüre für mein diessemestriges Term Paper (Science and Islam) schon interessanter. Allerdings macht die mich öfters auch ziemlich aggressiv, wenn ich mir da so einige Positionen der Orthodoxie durchlese - und ja, ich weiß, die christliche Kirche im Mittelalter war auch nicht besser, die Kapitel sind genauso unangenehm zu lesen. Sie geben mir aber durchaus Stoff zum Nachdenken ... 
Und zu guter Letzt habe ich ja noch meinen Molecular Disease Diagnostics Kurs, da müssen wir auch auch alle Naselang Paper lesen, Reports schreiben und diese Woche mal wieder einen Vortrag vorbereiten (diesmal im Bereich Clinical Microbiology). Ich freu mich schon auf die Zeit nach Ostern (so im Bezug auf Schlafpensum), da kommt in dem Kurs noch ein kleines Forschungspraktikum dazu - das wird aber hoffentlich Spaß machen, ich habe nämlich einen Platz in der klinischen Biochemie bekommen, wo mit Massenspektroskopie an Proteindetektion gearbeitet wird - mal wieder etwas Biophysikalisches ;)


So über all dem könnte man es fast vergessen, aber in Odense hat der Frühling Einzug gehalten :) Nicht nur, dass ich morgens viel besser aus dem Bett komme, wenn die Sonne durchs Fenster zu sehen ist anstatt Regen, es gibt jetzt auch so viele tolle Fotomotive bei schönem Fotowetter!


Winterlinge

hier haben auch die Tiere Hausnummern!





Ob das dieselbe Person war, die im Herbst dem Baum ein Lächeln verpasst hat?



Bei fast so schönem Wetter war ich gestern Nachmittag auch mit einigen Freunden im Zoo, das war so eine Art Tag der offenen Tür. Ich muss sagen, die Jungs waren mitunter lustiger als die Tiere! Wobei die Tierbabies natürlich einfach unschlagbar süß sind. Ich hätte gerne noch so viel mehr lustige Fotos gemacht, aber da war auf einmal meine Batterie alle!


Kamele sind einfach immer toll!




Was würde Chuck Norris tun? :D



Aber was Närrischsein und Tollerei angeht, haben letzten Freitag die Dänen hier im Internat den Vogel abgeschossen. Es waren gerade Mal 7°C, aber die Sonne hat geschienen - ein super Nachmittag, um Tauziehen zu spielen! Und zwar nur in Unterwäsche über den Teich hinweg, der Verlierer landet natürlich im Teich drinne! Verrücktes Volk ...




Dagegen ist es ja quasi harmlos, das pünktlich zum 1.3. die Kioske im und um den Park aufmachen und Eis verkaufen - egal, ob es über oder unter 10°C sind, solange der Himmel blau ist!


So, das war erstmal alles, was mir so eingefallen ist ... also liebe Grüße und bis demnächst!